Freiheit in der Krise? Zur Zukunft des Liberalismus


Unter diesem Motto stand eine sehr gut besuchte Tagung der
Denkfabrik R21 in Berlin. Mehrere Impulsvorträge und
Podiumsdiskussionen nahmen nicht nur zu der These Stellung, ob sich
der Liberalismus „zu Tode gesiegt“ hat, sondern ob nicht auch die
Freiheit in Deutschland derzeit bedroht ist. Letzteres vor allem vor
dem Hintergrund, dass immer mehr Menschen auf Befragungen
antworten, dass sie nicht mehr glauben ihre Meinung in der
Öffentlichkeit frei aussprechen zu können. Vertreter und
Vertreterinnen verschiedener Parteien und Gruppierungen, vom
Team Freiheit bis VOLT, diskutierten mehr als vier Stunden auch über
die Frage wie sich der Liberalismus in der heutigen Parteienlandschaft
wiederfindet. Hierzu war neben der ehemaligen Generalsekretärin
der FDP, Linda Teuteberg, auch der neue Bundesvorsitzende der FDP,
Christian Dürr, eingeladen. Letzterer sieht eine wachsende
Reformbereitschaft in der Gesellschaft auf die es aber derzeit keine
parteipolitische Antwort im Bundestag gibt, das Land erstarrt in einer
Politik des „weiter so“. Diese zeigt aber, siehe Rentenreform,
schwächelnde Wirtschaft und mangelnder Bürokratieabbau keine
langfristigen Perspektiven auf. Diese und andere Themen werden
derzeit intensiv innerparteilich diskutiert und sollen in ein neues
Grundsatzprogramm münden.
Zusammenfassend empfahl der Gründer von R21, der Mainzer
Historiker Andreas Rödder, der Bundesrepublik „mehr Freiheit zu
wagen“ und traf damit den Nerv der Tagungsteilnehmer. Am Rande
der Veranstaltung hatte der FDP-Vorsitzende aus Griesheim, Dieter
Kleinfeldt, die Gelegenheit sich mit Linda Teuteberg und Christian
Dürr auszutauschen und auch kommunale Aspekte des zukünftigen
Programms anzusprechen.

Von links nach rechts Dieter Kleinfeldt, Linda Teuteberg und Christian Dürr