Kita-Streik und wer die Kosten trägt

Arbeitgeber können ihren Arbeitnehmern/ Arbeitnehmerinnen die Kosten für die Notfallbetreuung der Kinder steuerfrei ersetzen

Die Gewerkschaften rufen Erzieherinnen und Erzieher zu unbefristeten Streiks auf. Ab heute werden daher viele Kindertagesstätten geschlossen bleiben. Viele Eltern stehen vor der Situation entweder Urlaub zu nehmen oder eine alternative Betreuung zu organisieren. Wer trägt die Kosten für diese alternative Betreuung?

Seit diesem Jahr kann der Arbeitgeber Kosten, die seinem Arbeitnehmer für eine kurzfristige Betreuung von unter 14-Jährigen Kindern oder auch Kindern mit Behinderung entstehen übernehmen. Grenze ist der Betrag von 600 Euro je Arbeitnehmer und Jahr. Die Übernahme der Kosten durch den Arbeitgeber ist steuer- und sozialabgabenfrei. Die Betreuung muss beruflich veranlasst sein. Sie kann auch im privaten Haushalt stattfinden.

Die Arbeitgeber haben daher die Möglichkeit, die Kosten, die der Streik der Mitarbeiter der Kindertagesstätten verursacht, zu übernehmen und dies steuer- und abgabefrei.